Einsatzübung bei Schmidt Kartonagen

Freitag, 12.04.2019

Mit etwas Verspätung hier noch ein kleiner Bericht zur Einsatzübung beim ortsansässigen Kartonagenbetrieb. Mitte April arbeiteten einige Kameraden der eigenen Wehr eine realistische Übung bei Schmidt Kartonagen aus. Im Einsatzszenario wurde ein Zimmerbrand im Pausenraum angenommen. Insgesamt wurden drei Personen vermisst, eine davon hielt sich zuletzt in dem vom Feuer eingenommenen Raum auf.

Die zwei Atemschutztrupps des ersteintreffenden Fahrzeuges kümmerten sich sofort um die Menschenrettung. Zwei Personen konnten aus dem nicht verrauchten Bereich gerettet werden. Tiefer in das Betriebsgebäude konnte man dann nur mit Wasser am Rohr vorrücken. Das betroffene Zimmer war so stark verraucht, dass man die eigene Hand vor Augen nicht erkennen konnte. Durch taktisches Absuchen des Raumes konnte man die Person schnell finden. Als alle Personen gerettet wurden, wurde der zweite Atemschutztrupp sofort als Sicherungstrupp außerhalb des Gebäudes bereitgestellt.

Für die Herstellung der Wasserversorgung, die das Tragkraftspritzenfahrzeug übernehmen sollte, hielten die Übungsleiter einige Raffinessen bereit. Die nahegelegenen Hydranten waren entweder zugeparkt oder als defekt markiert. So musste man sich eines weiter entfernten Wasserentnahmepunktes bedienen.

Die Übung verfolgte das Ziel, sich mit den örtlichen Gegebenheiten und den Gefahrenpotentialen in der Firma vertraut zu machen, sowie das taktische Vorgehen zu trainieren. Eine im vergangenen Jahr stattgefundene Betriebsbesichtigung lieferte den Suchtrupps bereits hilfreiche Orientierung im Gebäudeinneren. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Geschäftsführung für die Bereitstellung des Übungsobjektes und an die eigenen Kameraden für die Ausarbeitung der Übung.